Bei den gängigen Konferenztablets im Bereich der intelligenten Büroausstattung finden sich Touch-Technologien wie Infrarot- und kapazitive Touch-Technologie. Doch welche Prinzipien liegen diesen verschiedenen Touch-Technologien zugrunde? Worin unterscheiden sie sich?
1. Infrarot-Touchscreen
Der Infrarot-Touchscreen nutzt eine dicht in X- und Y-Richtung angeordnete Infrarotmatrix zur Erkennung und Lokalisierung von Benutzerberührungen. Vor dem Display befindet sich ein äußerer Rahmen aus Leiterplatten. Auf dieser Leiterplatte sind an den vier Seiten des Bildschirms Infrarot-Sende- und Empfangsröhren angeordnet, die einander zu einer horizontalen und vertikalen Infrarotmatrix korrespondieren.
Berührt der Benutzer den Touchscreen, blockiert der Finger die beiden durchtretenden Infrarotstrahlen, wodurch die Position des Berührungspunkts auf dem Bildschirm ermittelt werden kann. Der externe Touchscreen ist ein hochintegriertes elektronisches Schaltungsprodukt. Er enthält eine vollständige integrierte Steuerschaltung sowie hochpräzise, störungsresistente Infrarot-Sende- und Empfangsröhren. Diese sind auf einer hochintegrierten Leiterplatte in entgegengesetzter Richtung angeordnet und bilden ein unverzichtbares Infrarotgitter. Das in die Steuerschaltung integrierte intelligente Steuerungssystem pulst die Dioden kontinuierlich an, um ein polarisiertes Infrarot-Strahlgitter zu erzeugen. Sobald ein Objekt wie ein Finger in das Gitter eintritt, wird der Lichtstrahl blockiert. Das intelligente Steuerungssystem erfasst die Änderung des Lichtverlusts und sendet ein Signal an das Steuerungssystem, um die Koordinatenwerte der X- und Y-Achse zu bestimmen.
Der Infrarot-Touchscreen ist unempfindlich gegenüber Strom-, Spannungs- und statischen Störungen und eignet sich für verschiedenste raue Umgebungen. Zu seinen Hauptvorteilen zählen der niedrige Preis, die einfache Installation, die hohe Stabilität, die lange Lebensdauer, die hohe Lichtdurchlässigkeit (bis zu 95 %), die für klare und helle Bilder sorgt, sowie die Driftfreiheit, der fehlende Treiber- und Kalibrierungsbedarf. Dank Plug & Play ist er sofort einsatzbereit und kann in einer Vielzahl von Geräten wie Werbeautomaten, Informationsautomaten, interaktiven Tablets usw. verwendet werden.
2. Kapazitiver Touchscreen
Die vier Seiten des kapazitiven Touchscreens sind mit langen, schmalen Elektroden beschichtet, die im Inneren ein Niederspannungs-Wechselfeld erzeugen. Der Touchscreen ist mit einer transparenten, metallisch leitfähigen Folie überzogen. Bei Berührung des Bildschirms bildet sich zwischen Finger und Oberfläche ein Koppelkondensator. Da auf der Oberfläche ein hochfrequentes Signal anliegt, zieht der Finger einen Teil des Stroms von den Elektroden an den vier Ecken des Bildschirms. Da der Stromfluss durch die vier Elektroden proportional zum Abstand des Fingers zu den Ecken ist, kann der Controller durch die präzise Berechnung dieses Stromverhältnisses die Position des Kontaktpunkts ermitteln.
Kapazitive Touchscreens sind kostspielig. Sie nutzen den Strom, der beim Kontakt des menschlichen Körpers mit dem Bildschirm entsteht, zur Positionierung. Dadurch ist die Bedienung mit den Fingern möglich, nicht jedoch mit nicht-biologischen Gegenständen wie Nägeln oder Stiften. Das Doppelglas des kapazitiven Touchscreens schützt nicht nur die Leiter und den Sensor, sondern ermöglicht auch eine präzise Positionsbestimmung, selbst bei Verschmutzungen durch Staub oder Öl. Da die Kapazität jedoch von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Erdung abhängt, ist die Stabilität gering und es kommt häufig zu Drift.
Mit der zunehmenden Verbreitung der Multi-Touch-Technologie bei Endgeräten wie iPhone und iPad sowie im Unternehmensbereich könnten kapazitive Touchscreens zukünftig die führende Technologie im Bereich der Bildschirmdarstellung werden. Aufgrund der derzeit geringen Produktionsmenge und der begrenzten Größe sind die Preise jedoch hoch und die Massenproduktion ist eingeschränkt. Diese Technologie zeichnet sich jedoch durch Genauigkeit, schnelle Reaktionszeiten und hohe Kratzfestigkeit aus und eignet sich daher besonders für hochpräzise Geräte wie Mobiltelefone, Spielekonsolen und hochwertige Tablets für Konferenzsysteme.
