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Der „Touchscreen“-Boom erreicht auch die traditionellen Computer

Aug 23 : :22

Nachrichten aus Peking (7:16 Uhr): Laut dem kürzlich veröffentlichten Bericht des US-amerikanischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Geithner beliefen sich die weltweiten Computerlieferungen im zweiten Quartal dieses Jahres auf knapp 87,47 Millionen Einheiten, verglichen mit knapp 87,56 Millionen Einheiten im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Rückgang von 0,1 % gegenüber dem Vorjahr (Anmerkung: Touchscreen-Geräte für Multimedia-Produkte wie das iPad sind in der Computerstatistik nicht enthalten). Es handelt sich dabei um das siebte Quartal in Folge mit schwachen Computerlieferungen.

Experten der Agentur gehen davon aus, dass der Hauptgrund für die Stagnation der Computerlieferungen in der durch die Finanzkrise bedingten, zunehmenden Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung in vielen Teilen der Welt liegt. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika sanken die Computerlieferungen um 9,6 %; die Sättigung des weltweiten Computermarktes nimmt zu. Im vergangenen Jahr erreichten die weltweiten Computerlieferungen 352,8 Millionen Einheiten, ein Anstieg von lediglich 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Begeisterung der Verbraucher für Computer lässt nach; neu eingeführte Smartphones und Touchscreen-Geräte wie das iPad für Multimedia-Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele Verbraucher greifen zum Surfen im Internet und zum Abrufen von E-Mails auf günstigere Touchscreens zurück. Airbus kündigte zudem die Eröffnung eines iPad-Shops an, um Piloten vielfältige Informationen zur Verfügung zu stellen und die schweren Flughandbücher der Vergangenheit zu ersetzen.

Im krassen Gegensatz zu den stagnierenden Verkaufszahlen herkömmlicher Computer boomen die Verkäufe von Touchscreen-Geräten mit erweiterten Computerfunktionen. Laut einem Bericht des strategischen Analyseunternehmens erreichten die Auslieferungen von Touchscreen-Geräten allein im vierten Quartal des vergangenen Jahres 27 Millionen Einheiten – ein Anstieg von über 190 % im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfielen rund 60 % auf Apples iPad. Geithner schätzt, dass in diesem Jahr 116 Millionen Touchscreens ausgeliefert werden, eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Bis 2015 soll der Touchscreen-Markt ein Volumen von 49 Milliarden US-Dollar erreichen. Dieser riesige Markt weckt natürlich großes Interesse bei Unternehmen der Branche.

Das Apple iPad ist bei Verbrauchern vor allem wegen seiner leistungsstarken Unterhaltungsfunktionen beliebt, darunter Spiele, Filme, Musik, E-Books und vieles mehr. Es gibt außerdem eine große Auswahl an Apps mit insgesamt über 150.000. Apple-Gründer Steve Jobs räumte jedoch ein, dass das iPad kein Tablet im eigentlichen Sinne sei. Branchenkenner sind der Ansicht, dass die aktuellen Touchscreen-Geräte zwar die Probleme von Komfort und Preis lösen, ihre Bedienung und ihr Funktionsumfang aber erhebliche Einschränkungen aufweisen und sie daher nur ein Übergangsprodukt darstellen können. Diese Schwäche der Apple-Touchscreen-Geräte ließ Microsoft Geschäftschancen erkennen und beschloss, seine Unternehmensstrategie anzupassen und einen eigenen Tablet-Computer im eigentlichen Sinne zu entwickeln. Ursprünglich hatte Microsoft eine Arbeitsteilung mit Hardwareherstellern wie HP und Dell. HP konzentrierte sich ausschließlich auf die Softwareentwicklung, während Dell die entsprechende Hardware für HPs Software lieferte. Angesichts des Erfolgs des Apple iPads konnte Microsoft jedoch nicht länger untätig bleiben und beschloss, im Herbst dieses Jahres ein eigenes Tablet auf den Markt zu bringen. Berichten zufolge wird das Surface-Tablet ein 10,6-Zoll-Display haben und in einer Basis- und einer verbesserten Version erhältlich sein. Beide Geräte nutzen Windows 8 als Betriebssystem. Die verbesserte Version verfügt über einen Prozessor, Arbeitsspeicher, eine Tastatur, externe Anschlüsse usw. Es handelt sich um einen Standardcomputer.

Google arbeitet intensiv daran, mit Apple im Bereich Betriebssysteme zu konkurrieren. Berichten zufolge könnte Googles Android 3.0 das optimale Betriebssystem für Tablet-Computer werden und in puncto Leistung und Displayauflösung durchaus mit Apples iPad mithalten. Google hat für sein kommendes Nexus 7-Tablet auch Android 4.1 entwickelt. Dell, das ursprünglich ebenfalls auf Android setzen wollte, hat die Entwicklung der Gallop-Tablet-Serie jedoch eingestellt – ein schwerer Schlag für Android. Die mäßigen Marktergebnisse des von HP eingeführten Tablet-PCs lassen vermuten, dass Apples Dominanz im Touchscreen-Markt schwer zu brechen sein wird. Experten weisen darauf hin, dass Apples Touchscreen-Geräte vor allem durch ihr Entertainment-Erlebnis überzeugen, während Microsoft, Google und andere Unternehmen den Fokus auf das Betriebssystem legen. Ob diese Strategie bei den Verbrauchern Anklang findet, bleibt abzuwarten.

Obwohl Intel auch im Bereich der Betriebssysteme für Tablet-Computer experimentiert hat, konzentrierte sich das Unternehmen bald wieder auf sein Kerngeschäft, Computerprozessoren, und nahm „Super-Notebooks“ ins Visier. Mithilfe von Technologien aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie entwickelte Intel ein neues Material, das die Produktionskosten pro Computer um 75 US-Dollar senken könnte. Aktuell nutzen 80–90 % aller Computer weltweit Intel-Prozessoren. Im vergangenen Jahr erreichte der Umsatz 54 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr. Mit „Windows 8“ als Betriebssystem wird ein „Super-Notebook“ auf den Markt gebracht, das die Vorteile eines Notebooks und eines Touchscreen-Computers vereint. Außerdem wird ein neuer Smartphone-Akku vorgestellt, der 14 Tage Standby-Zeit, 8 Stunden Gesprächszeit oder 5 Stunden Internetnutzung ermöglicht. Dies könnte Intel neue Wachstumschancen eröffnen.


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